Technikzentrale Jungingen BHKW

2014 | Rauer Kubus

Ein Blockheizkraftwerk, ein technisches Gebäude, das seinen Zweck erfüllt. Aber kein Maschinenklotz, der fremd in der Landschaft steht. Eher ein Haus, das mit seiner Kalksteinfassade aus der Umgebung – dem natürlichen Kalkstein der Schwäbischen Alb – herauswächst . Wie ein Pelz ziehen sich die Kalksteingabionen an den Außenwänden nach oben. Spannung entsteht durch die klaren geometrischen Holzelemente, die die ruppige Steinstruktur durchschneiden. Holz und Stein – Materialien, die auch in den Bauernhäusern der benachbarten Dörfer als Trockenmauer oder z.B. Scheunentore verwendet wurden.
Ein drittes Material ist Beton für die konstruktive Gebäudehülle, die die gesamte Technik einhaust. Für eine Bank die dem Spaziergänger einen wunderschönen Fernblick aufs Ulmer Donautal bietet wird weiß gefärbter Stahlbeton verwendet.
In dem kompakten Baukörper sind das Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 527 KWh und einer thermischen Leistung von 659 KW/h, sowie der Gasspitzenkessel mit einer Kapazität von 2000 KW und 3 Pufferspeicher mit 80m³ und eine Trafostation untergebracht. Das BHKW hat einen Primärenergiefaktor von 0,47 und versorgt im Endausbau 350 Einfamilienhäuser. Die CO2-Einsparung beläuft sich im Vollbetrieb auf ca 1300 t pro Jahr.

Neubau Technikzentrale Blockheizkraftwerk Jungingen
Bauherr: SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH
Baukosten: 330.000 Euro
Fertigstellung: 2014